MaMax in München

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum neuen Schulversuch der Stiftung Bildungspakt Bayern „Evidenzbasierte Schule – Lernen, Steuern und Entwickeln mit System“ stellte die Rektorin der Max-Hundt-Schule Kulmbach das schulische Mathematikkonzept MaMax vor. Zu den Zuhörern zählten unter anderem Kultusministerin Anna Stolz sowie Vertreterinnen und Vertreter aller bayerischen Regierungsbezirke.

Das Konzept wurde gegen Ende des vergangenen Schuljahres von Förderlehrerin Ulrike Peschel gemeinsam mit Konrektor Frank Macht entwickelt. Fachlich begleitet wurde die Arbeit von Seminarrektor a. D. Roland Dauth. MaMax richtet sich an die Jahrgangsstufen 1 bis 9 und wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Ziel des Konzepts ist es, Schülerinnen und Schülern mit Rechenschwierigkeiten in der Primar- und Sekundarstufe einen besseren Zugang zur Mathematik zu ermöglichen und damit den Ergebnissen internationaler Vergleichsstudien wie TIMSS, PISA und dem IQB-Bildungstrend entgegenzuwirken. Gleichzeitig sollen auch leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler gezielt gefördert und auf ihrem jeweiligen Niveau weiterentwickelt werden.

MaMax umfasst eine Vielzahl aufeinander abgestimmter Maßnahmen: Dazu zählen die Diagnose von Rechenschwierigkeiten mithilfe des Bayreuther Rechentests, die Einteilung in Leistungsgruppen sowie gezielte Förderung in Kleingruppen für alle Leistungsniveaus. Ergänzt wird das Konzept durch die Ausbildung sogenannter Mathe-Coaches – leistungsstarke Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgangsstufen – im Rahmen einer Mathe-AG, die schwächere Kinder unterstützen.

Weitere Bausteine sind der Einsatz von Mathe-Team-Lehrkräften, ein lehrplanfreier Zeitraum zu Beginn des Schuljahres zur Wiederholung und Festigung grundlegender Inhalte (auf Basis von „Mathe sicher können“ des Deutschen Zentrums für Lehrkräftebildung Mathematik, DZLM) sowie die Vereinheitlichung des mathematischen Fachvokabulars durch schuleinheitliche „Vokabelhefte“.

Darüber hinaus setzt die Schule in Jahrgangsstufe 1 auf schulbuchfreien Mathematikunterricht und nutzt iPads mit wissenschaftlich erprobten Lern-Apps zur gezielten Förderung bei Rechenschwäche. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern – durch Information, Sensibilisierung und Schulungsangebote – ist ebenso Bestandteil des Konzepts wie die Einbindung externer, ehrenamtlicher Mathematikmentorinnen und -mentoren. Auch das Kollegium wird entsprechend geschult, und es kommen einheitliche Unterrichtsmaterialien zum Einsatz.

Die gute Nachricht zum Schluss: Rechenschwäche lässt sich vergleichsweise gut überwinden – man muss es nur konsequent angehen.

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